Trendgerade/ Trendkanal

In der Technischen Analyse gibt es drei Arten von Trends: Aufwärts- Abwärts- und Seitwärtstrends. Diese Trends können auf dem Chartbild durch das ziehen einer Geraden sichtbar gemacht werden.

Aufwärtstrend:

Eine aufwärtsgerichtete Trendgerade entsteht durch das Verbinden von mindestens zwei ansteigenden Tiefpunkten. Sobald eine zweite Trendgerade parallel dazu die anziehenden Notierungen nach oben “deckeln” kann (durch mindestens zwei ansteigende Hochpunkte), ist ein Aufwärtstrendkanal etabliert. Für diese Hausse bleiben Kursrückgänge solange ungefährlich, wie die/der Trendgerade/-kanal nicht nach unten verletzt werden.

Abwärtstrend:

Eine abwärtsgerichtete Trendgerade entsteht durch das Verbinden von mindestens zwei abfallenden Hochpunkten. Sobald eine zweite Trendgerade parallel dazu die fallenden Notierungen nach unten “deckeln” kann (durch mindestens zwei tiefere Tiefpunkte), ist ein Abwärtstrendkanal etabliert. Für diese Baisse bleiben Kurszuwächse solange ohne Bedeutung, wie die/der Trendgerade/-kanal nicht nach oben verletzt werden.

Seitwärtstrendkanal:

Verlaufen die Notierungen über einen längeren Zeitraum auf und ab ohne dabei einen Aufwärts- oder Abwärtstrend zu etablieren wird von einem Seitwärtstrend gesprochen. Hierbei sacken die Kurse jedes Mal wieder weg, sobald die obere Begrenzung dieses “Kanals” erreicht wird et. vice versa an der unteren Begrenzung.

TrendgeradenTrendkanaäle Chartinformationszentrum NEU

Eine bestehende/r Trendgerade/-kanal gewinnt an Bedeutung, je öfter der Kurs an dieser/m abprallt. So ist eine Aufwärtstrendgerade mit drei oder mehr Anlaufpunkten signifikanter als eine mit nur zwei Markierungspunkten. Auch jahrelang bestehenden Trendgeraden kann eine größere Bedeutung beigemessen werden, als solchen, die erst einige Wochen alt sind.

Sobald solch eine Gerade verletzt wird, ist das ein Anzeichen für einen sich abschwächenden Trend oder gar einen Trendwechsel.