Komponenten einer Anlagestrategie

Es gibt mehrere Komponenten die zusammengefügt eine fertige Anlagestrategie ergeben. Im Zusammenspiel soll die komplettierte Strategie ein Instrument für dauerhafte Gewinne sein. Zu diesen Komponenten gehört die Art und Weise wie der Anleger seine Ein-, Ausstiege und seine Stop-Marken erhält, wie auch ein vernünftiges Money- und Riskmanagement.

Einstieg

Einem Anleger stehen Unmengen an Möglichkeiten zur Verfügung, um sinnvolle Einstiege zu erhalten. Sei es durch Berechnung von Kurs-Gewinn-Verhältnissen, Bilanzanalysen oder durch Trendlinienbrüche, Formationsmuster oder Indikatoren im Chartbild. Hierbei ist es wichtig Regeln festzustecken, die diszipliniert und möglichst ohne Emotionen umgesetzt werden. Wir auf www.chart-factory.info möchten Ihnen dabei mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Stop-Loss-Marken

Um nicht Gefahr zu laufen mit einer Position den totalen Bankrott zu erleiden, empfehlen wir direkt mit eingehen eines Trades, eine Stop-Order in den Markt zu legen. Diese schützt den Anleger nicht nur vor dem Risiko des Totalverlustes, sondern lässt ihn gleichzeitig genau wissen, mit welchem worst-case Szenario er zu rechnen hat. Geben Sie zum Beispiel einen Stopp von zehn Punkten in den Markt und die Position läuft nicht wie gewünscht, so wird sie mit minus zehn Punkten ausgestoppt. Die Verluste sind somit begrenzt und von vornherein eine bekannte Größe mit der sich kalkulieren lässt. Die Leser der Chart-Factory-Anlagebriefe wissen bereits vor dem Kauf einer Empfehlung, wo sich der Einstieg, der Stop-Loss und der Ausstieg befindet. Es wird also von Anfang an genau gewusst, wie hoch der Gewinn sein wird und welches Risiko diesem gegenüber steht. Glauben Sie uns, wenn wir Ihnen sagen: “Das ist ein riesiger Vorteil und ist der Schlüssel zu einem stetig wachsenden Vermögen!”

Ausstieg

Auch für den Ausstieg ist es bedeutsam festen Regeln zu folgen. Dieser kann ebenfalls am Chartbild selbst mit fest vorgegebenen Zielen wie z.B. ein zu erreichender Widerstand, ein errechnetes Ziel aus einem Formationsmuster oder gemäß dem Motto „Gewinne laufen lassen“ oder „the trend is your friend“ ausgerichtet sein. Auch eine prozentuale Zielbestimmung in Verbindung mit der Stop- oder Kontogröße ist denkbar und teilweise sinnvoll. www.chart-factory.info nutzt überwiegend Kurszielbestimmungen mithilfe der Technischen Analyse. Denn so wahren wir uns den Vorteil, genau zu wissen, mit welchen Gewinnen wir rechnen. Das Ziel aus der Anlageidee ist so fixiert und Sie laufen dabei nicht Gefahr den Absprung aus einem hervorragend gelaufenen Engagement zu verpassen.

Money- und Riskmanagement

Um an der Börse langfristig Gewinne zu erzielen, ist es notwendig neben den Ein-, Ausstiegen und Stop-Loss-Marken auch ein vernünftiges Money- und Riskmanagement vorzuweisen. Oftmals wird in der Literatur von beiden Dingen gleichzeitig gesprochen ohne wirklich zwischen beiden Begriffen zu differenzieren. Auch wenn das Eine ohne das Andere nicht auskommt haben beide unterschiedliche Bedeutungen.

Moneymanagement

“Money Management dient der Sicherung von bestehendem und angesammeltem Kapital.“17

Näher betrachtet heißt das nichts Anderes, als auf den Kapitalerhalt seines Kontos zu achten. Hierbei dreht es sich um die Frage, wie viel Geld pro Investment riskiert werden darf, ohne dabei das Konto im Falle eines Verlustes zu stark zu belasten. Wie wichtig diese Thesen sind, zeigt folgende Tabelle. Sie macht deutlich, wie schwer es ist vergangene Verluste wieder einzuholen.

Wertaufholungstabelle Komponennten einer Anlagestrategie

Wird ein Konto mit 10.000 Euro bestückt und Sie müssen ein Minus von 10% hinnehmen, so benötigten Sie anschließend 11,11% um den anfänglichen Kontostand wieder aufzuholen. Bei 30% Verlust sind es schon 42,86% und bei 50% Verlust braucht es schon 100% Gewinn um das ursprüngliche Startkapital zurückzuerlangen. Ein hartes Stück Arbeit, dafür, dass danach immer noch kein Cent an Gewinn auf dem Konto ist. In Artikeln oder Interviews von Star-Tradern, empfehlen diese, pro eröffnete Position nie mehr als 2-3% des Gesamten Kapitals zu riskieren. So ist es auch möglich länger anhaltende Durststrecken zu überstehen. Sie sehen: ein wichtiger weiterer Schlüssel zum Börsenerfolg.

Beispiel:

Ihr Kontostand beträgt 50.000 Euro. Aktie XY kostet aktuell 100 Euro. Sie sehen Potenzial bis 150 Euro und eine charttechnische Unterstützung bei 80 Euro, die Sie als Stop-Loss nutzen wollen. Ihr Moneymanagement sieht ein maximales Risiko von 3% vor. Das bedeutet:

    3% von 50.000 Euro sind 1.500 Euro maximal zulässiger Verlust.

    1.500 Euro geteilt durch 20 Euro (100 Euro Kaufpreis – 80 Euro Stop-Marke) ergibt 75 Stück.

    Sie könnten also 75 Stück zu 100 Euro kaufen (Gesamt 7.500 Euro) ohne Ihr Depot ernsthaft zu gefährden.

Riskmanagement

Riskmanagement beschäftigt sich mit der Frage wie groß das Risiko pro Trade sein darf. Anhand des Stop-Loss und des zu erreichenden möglichen Ertrags kann das so genannte Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) ermittelt werden.

ChanceGewinnVerhältnis Komponenten einer ANlagestrategie

Das folgende Beispiel greift die Annahmen des vorangegangenen Beispiels unter dem Kapitel Moneymanagment auf.

Beispiel

Die Aktie XY notiert bei 100 Euro. Sie kalkulieren mit einem maximalen Risiko von 20 Euro, indem Sie einen Stop-Loss bei 80 Euro vorsehen. Ihr Kursziel beträgt 150 Euro, sodass sich bei erreichen dieser Marke ein Gewinn von 50 Euro je Aktie einstellen würde.

Mit der CRV-Formel errechnet sich also (50 Euro geteilt durch 20 Euro) ein Chance-Risiko-Verhältnis von 2,5.

Hat ein Anleger beispielsweise dauerhaft ein CRV von drei, so bedeutet das, dass eine Gewinnposition drei Verlustpositionen ausgleichen kann. Oder anders gesagt: Sie brauchen nur eine Trefferquote von 33,33% um dennoch erfolgreich zu sein.