Ichimoku Kinko Hyo

Zusätzlich zur 100- und 200-Tage-Linie nutzen wir von www.chart-factory.info die Wolken des trendfolgenden japanischen Indikators Ichimoku Kinko Hyo. Eventuell haben Sie schon vom sogenannten Wolken-Chart gehört. Diese Begrifflichkeit wird in der westlichen Chartanalyse gerne verwendet, da er bildhafter ist, als der originale japanische Name.

Der Ichimoku-Indikator besteht üblicherweise aus fünf Linien. Den zwei Signalgeberlinien Tenkan-Sen und Kijun-Sen, sowie den 26 Perioden nachlaufendem Chinkou Spanund dem Senkou-Span A und Senkou-Span B, aus denen die so genannte Wolke entsteht.

Tenkan-Sen und Kinjun-Sen werden zusammen betrachtet, ähnlich wie bei einem System aus mehreren unterschiedlichen gleitenden Durchschnitten, deren Kreuzungen Ein- und Ausstiegssignale liefern.

Kreuzt der Tenkan-Sen den Kinjun-Sen von unten nach oben, so wird ein Kaufsignal generiert. Kreuzt er hingegen von oben nach unten so entsteht ein Verkaufssignal. Die Senkan-Span-A und Senkan-Span-B Linien ergeben zusammen die so genannte Wolke. Hierbei ist es egal welcher davon die obere Begrenzung der Wolke und welcher die untere Begrenzung darstellt.

IchimokuSKY-DTLD-AG-NA_thumb.png

Bewegt sich der Kurs oberhalb der Wolke, befindet sich der Markt in einem Aufwärtstrend, bewegt er sich unterhalb, befindet er sich in einem Abwärtstrend. Gleichzeitig dienen die zwei Senkan-Span`s als Widerstands- bzw. Unterstützungszonen. Je dicker die Wolke, desto schwerer wird es sein den/die Wiederstand/Unterstützung zu brechen und einen Trendwechsel herbeizuführen.

Der Chikou-Span lässt ebenfalls Rückschlüsse darüber zu, ob der Markt eher bullish oder bearish eingestellt ist. Liegt diese verzögerte Linie über dem Kurswert und/oder der Wolke, so tendiert der Markt nach oben. Umgekehrt tendiert er nach unten.

Da wir mit den vergleichsweise unkomplizierten Gleitenden Durchschnitten bereits „Signallinien“ haben, sind bis auf die „Wolken“ alle anderen Ichimoku-Linien ausgeblendet. Die Wolken spiegeln aber ein gutes Bild des aktuellen Marktes wider. So verlaufen Sie seitwärts, wenn der Markt eher seitwärts tendiert, und auf- und abwärts, wenn sich eine Aktie gerade in einem stärkeren Trend bewegt. Bei den Seitwärtsbewegungen warten wir erst einen Ausbruch auf der Ober- oder Unterseite ab, bevor eine Aktie überhaupt für ein Investment interessant wird. Sehr gerne nutzen wir Rückläufe an die „Wolke“ für trendfolgende Einstiege. Diese Rückläufe verbinden wir dann mit weiteren klassischen Modulen der Chartanalyse, wie bspw. Trendgeraden oder diverse charttechnische Muster.