Gold: Der Reiseplan für die kommenden Wochen

Hallo liebe Investoren,

am 07.01.2015 skizzierten wir Ihnen mögliche Auswirkungen der zukünftigen Zinspolitik weltweit auf die Kursentwicklung des gelben Edelmetalls (Zinsen: Goldene Zeiten). Eine rein charttechnische Analyse zu Gold liegt allerdings schon viel weiter in der Vergangenheit – zuletzt betrachteten wir das Edelmetall im im November 2014 (Gold: Der Traum vom goldenen “W”…). Klar, dass wir als chart-factory.info hier einhaken müssen.

Ounce Gold USD

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Seit September 2011 ist Gold nun schon auf Abwärtsfahrt. Zwar sah es seit Juni 2013 nach einer Bodenbildung aus, doch diese scheint noch nicht beendet zu sein. Wie kommen wir darauf?

Nun, auch wenn sich der Abwärtsdruck seit rund anderthalb Jahren drastisch reduziert hat, so bilden sich dennoch weiterhin tiefere Tiefs aus (siehe untere Einkreisungen 1 + 2). Und auch auf der Oberseite ist dem gelben Edelmetall bisher kein markantes höheres Hoch gelungen. Im Gegenteil, relativ einfach kann man hier auf dem Chart drei tiefere Tiefs identifizieren – das letzte Zwischenhoch vom Januar könnte sogar das vierte werden. Diese tieferen Tiefs und tieferen Hochs sind charttechnisch ein eindeutiges Zeichen für einen intakten Abwärtstrend. Im folgenden werfen wir einen Blick auf die kurz- bis mittelfristige Entwicklung und zoomen zu diesem Zweck näher ans Chart-Geschehen der vergangenen Wochen heran.

Ounce Gold USD kurzfristig

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Von Anfang November bis Mitte/Ende Januar konnte Gold von seinem Tiefpunkt bei 1.132 USD/Unze um 16% auf 1.308 zulegen. Seither korrigiert der Kurs mehr oder weniger scharf. Stand jetzt ist es nur schwer abschätzbar, ob sich der langjährige Abwärtstrend in den kommenden Wochen fortsetzen wird oder ob eine weitere Chance zur Bodenbildung ergriffen werden kann.

Sollte der Goldkurs unter die kurzfristigen Aufwärtstrendgeraden, die 1.180er-Unterstützung sowie die hellblaue Ichimoku-Wolke sacken, dürften neue Tiefs unterhalb von 1.132 USD/Unze lauern. Dann rücken die 1.030er- und 990er-Unterstützungen in den den Fokus Für die Chance der Bodenbildung haben wir hingegen zwei Szenarien für die kommenden Wochen ausgemacht. Dazu vermaßen wir die Aufwärtsbewegung vom November-Tief zum Januar-Hoch mit einem Fibonacci-Retracement.

Szenario 1: Die scharfe Korrektur setzt sich in den kommenden Tagen weiter fort und Gold steuert das 61,80%-Fibonacci-Retracement bei 1.199 USD/Unze an. Hier würde zusätzlich die hellblaue Ichimoku-Wolke sowie die obere kurzfristige Trendgerade stützend wirken (Einkreisung A). In diesem Fall dürfte die Ichimoku-Wolke aber nur kurzfristigen Halt geben und der Kurs in der Folge unter diese wandern. Das wäre allerdings kein Beinbruch, da die Wolken nur Eine Komponente unserer Analyse-Methodik ist.

Szenario 2: Der Goldkurs kann sich jetzt stabilisieren und läuft seitwärts bzw. sanft abwärtsgerichtet an das 50%-Korrektur-Level bei 1.220 USD/Unze (Einkreisung B). Dazu wirkt die Ichimoku-Wolke auch nachhaltig unterstützend und der Preis erholt sich weiter.

Damit eine Bodenbildung aber charttechnisch tatsächlich abgeschlossen werden kann, ist es wichtig, dass das bisherige Jahreshoch bei 1.308 geknackt werden kann. Das alleine reicht aber noch nicht. Sie erinnern sich an die tieferen Tiefs am Anfang des Artikels? Das letzte markante Zwischenhoch liegt bei 1.345 USD/Unze. Sobald Gold den signifikanten Sprung über diese Kursmarke schafft, wäre der Abwärtstrend, gemäß der klassischen Hoch-Tief-Analyse vorerst gestoppt und ein tragfähiger Boden ausgebildet.

Wir freuen uns, zusammen mit Ihnen die weitere Entwicklung von Gold beobachten zu dürfen und sind schon gespannt ob eine Bodenbildung gelingen kann.

Allzeit viel Erfolg mit Ihren Investments,

Ihr Chart-Factory-Team

 

P.S.: Schauen Sie sich zu unserem heutigen Beitrag gerne die Video-Analyse an. Hier geht’s zum Video.

 

 

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