Der Andi-Zykliker meldet sich zu Wort

Der Andi-Zykliker – Griechenland: Ein Appell an die Menschlichkeit

Hallo liebe Europäer,

der folgende Text entstand bereits bevor das Ergebnis des Referendums in Griechenland bekannt gegeben wurde und ist daher nicht von einem „Ja“ oder „Nein“ des griechischen Volkes beeinflusst worden. Die wenigen folgenden Zeilen von mir, vom Andi-Zykliker, sollten zum Nachdenken anregen.

In den vergangenen Tagen schmerzt zusehends mein europäisches Herz und mein Gemütszustand gleitet in Richtung Traurigkeit ab. Aus Griechenland erreichen uns Bilder, die erschütternd und besorgniserregend sind. Verzweifelte Menschen bangen um ihr Erspartes und stehen vor fast leeren Supermarktregalen. Wäre ich ein Grieche und müsste entscheiden, ob ich ein „Ja-Sager“ oder ein „Nein-Sager“ bin, dann wüsste ich voraussichtlich ebenfalls die richtige Antwort nicht. Fakt ist:

Die Sparpolitik der vergangenen Jahre hat nichts Positives eingebracht und die Schuldenproblematik nicht gelöst. Daher wäre doch ein „Nein“ sinnvoller, oder? Ich hätte keine Antwort auf die Frage! Ich glaube jedenfalls, dass die Menschen, die für „Nein“ stimmen ihre Hoffnung auf eine bessere Zukunft verloren haben, da die Sparpolitik der vergangenen Jahre zu nichts geführt hat. Dennoch hätte ich Angst für „Nein“ zu stimmen, da die Risiken unkalkulierbar wären. Die Griechen werden bei einem „Ja“ eine weitere Chance von der europäischen Gemeinschaft erhalten und bei einem „Nein“ wohl eher nicht! Was dann passiert bleibt wohl sehr ungewiss! Bereits jetzt scheint die griechische Gesellschaft tief gespaltet zu sein und wird es auch nach dem Referendum wohl bleiben. Deshalb sind schnelle Hilfen der europäischen Partner wünschenswert, damit sich das griechische Volk nicht von Europa abwendet.

Wir Deutsche sollten begreifen, dass sparen zu nichts führt. Denn nur wenn investiert wird, werden Erträge erwirtschaftet. Auch in Deutschland führt die Sparpolitik zu keinem Wachstum, sondern zu Stillstand. Wir haben jedoch das Glück, dass die Industrie wettbewerbsfähig ist. Deshalb sprudeln hohe Steuereinnahmen und der Staat kann sich „günstig“ refinanzieren. Unser Segen ist der Euro, da uns die Gemeinschaftswährung beim Export von Gütern hilft. Hätten wir noch die Deutsche Mark, so würde unsere Wirtschaft unter der Last der „starken“ Währung lechzen. Genauso ergeht es Griechenland mit dem Euro. Für die Griechen ist der Euro ein Fluch, aber die Drachme wäre eventuell auch keine Lösung, da sie massiv abwerten würde und somit wären ausländischen Waren für die Griechen unerschwinglich. Eine wirkliche Lösung habe ich auch nicht parat, aber eventuell müssten in Griechenland Investitionsanreize für deutsche Unternehmen geschaffen werden, so dass Konzerne in Fabriken in Griechenland investieren und so Arbeitsplätze schaffen.

Unsereins sollte vorsichtig sein und nicht immer nur an die Spareinlagen oder Steuergelder denken, da wir in der glücklichen Situation sind, dass wir eine starke Wirtschaft haben. Die Politik sollte aufwachen, denn ohne Hilfen für „schwächere“ Europartner werden radikale Kräfte an Einfluss in Europa gewinnen. Und was Deutschland betrifft: Ohne Investitionen sind wir vielleicht das Griechenland von morgen und wenn wir jetzt nicht helfen dann wird uns auch keiner beistehen, wenn wir unsere Wettbewerbsfähigkeit verlieren sollten!

Allzeit viel Erfolg mit Ihren Investments wünscht Ihnen,

Ihr Andi-Zykliker

 

 

 

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