DAX: Wie ein Besoffener am Abgrund

Hallo liebe Investoren,

zunächst einmal etwas in eigener Sache: Chart-Factory wird in der kompletten kommenden Woche keine Analysen präsentieren. Alle unsere Redakteure sind verhindert, sodass Sie auf die gewohnten Artikel am Montag, Mittwoch und auch Freitag verzichten müssen. Und nun zum DAX. Wähnten wir vergangenen Freitag noch hoffnungsvoll nach oben schauten, so hielten wir gleich zu Beginn der Woche gebannt die Luft an, als der DAX direkt unser Abwärtsziel bei 10.805 Zählern ansteuerte – dieses Mal wurde es mit einem Wochentief knapp darunter bei 10.798 Zählern auch komplett abgearbeitet. Anschließend, zog unser deutsches Leitbarometer – wie bereits vergangene Woche – erneut stark an und rannte förmlich zurück über 11.000 Punkte. Diese starke Schwankungen wirkten auf uns wie ein Besoffener am Abgrund, weshalb wir auch die zugegeben etwas plakative Überschrift heute auswählten.

DAX30 Perf Index

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Trotz des Nervenaufreibenden Handels und des zweimaligen Testens des 50%-Fibonacci-Retracements bei 10.805 Punkten, hat sich im Vergleich zu den Kursmarken für die kommende Woche eigentlich nichts getan. Aktuell steht der DAX zum Wochenende hin über der 11.000er-Marke (es ist 15:21 Uhr und der DAX steht bei 11.087), sodass auf der Unterseite auch nach Ablauf dieser Woche weiterhin die 10.805 Punkte als möglicher Wendepunkt nach oben gilt. Knapp darunter befindet sich noch die untere Begrenzung des kurzfristigen Abwärtstrendkanals (Einkreisung B) bei derzeit rund 10.700 Zählern. Erst darunter besteht die Gefahr, dass sich die seit Mitte April laufende Korrektur bis hin zur 17%-Korrekturmarke bei 10.285 Punkten oder sogar zurück an das Ausbruchsniveau aus der 2014er-Seitwärtsphase bei rund 10.000 Zählern bewegt.

Hält der Mini-Boden bei 10.805 weiter stand, dann gilt auf der Oberseite der Widerstand bei 11.620 Punkten als nächstes Anlaufziel. Diesen sehen wir bei der Volatilität allerdings erst bei mehreren Handelstagen oberhalb von 11.800 als signifikant zurückerobert an. Auch die 12.000 Punkte gilt es im Anschluss erst einmal zu knacken, bevor die Wahrscheinlichkeiten auf eine Fortsetzung des seit 2011 laufenden übergeordneten Aufwärtstrends wieder ansteigen würde.

Solange wie der DAX keine frischen Allzeithochs markiert, bestünde sowieso weiterhin die Möglichkeit einer Toppbildung. Dennoch gehen wir davon aus, dass die Aktienmarkt-Hausse noch nicht ihren Endpunkt gefunden hat. Bisher können wir das mit charttechnischen mitteln noch nicht stützen, weshalb es auch nur eine Randbemerkung von uns ist und bleibt.

Ihnen und Ihrer Familie ein schönes Wochenende und auch eine angenehme kommende Woche und

allzeit viel Erfolg mit Ihren Investments,

Ihr Chart-Factory-Team

 

P.S.: Die DAX-Videoanalyse zum heutigen Beitrag finden Sie HIER.

 

 

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