Brent Crude Oil: Zwei “Chart-Dinge” fallen auf

Hallo liebe Investoren,

noch vor einigen Wochen war der Ölpreis in aller Munde. Kein Wunder, hatte er von Mitte Juni 2014 bis Mitte Januar 2015 doch rund 60% seines Wertes eingebüßt. Seither ist es vergleichsweise ruhiger geworden und die Lage hat sich etwas entspannt. Vergleichsweise ruhiger heißt dabei allerdings nicht, dass sich der Kurs kaum noch bewegt, sondern nicht mehr in dem Maße des oben genannten Zeitraums. Beispielsweise stieg Brent Crude Oil von seinem Tief Mitte Januar bei 49,49 Euro in der Spitze (70,12 am 06. Mai) sogar wieder um 42%. Deshalb ist es nun seit langem mal wieder an der Zeit, einen Blick auf das Chart-Bild zu werfen, denn das reine Bauchgefühl ist bei solch einem Markt oftmals eher kontraproduktiv.

Brent Crude Oil Full0715 Future

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Auf dem Tages-Chart sind für uns aktuell zwei Dinge besonders wichtig:

1. Trotz eines prozentualen Anstiegs vom Tief bis zum Hoch am 06. Mai (+42%) hat Brent von seinem vorangegangenen Kursverfall erst wenig wieder gut machen können. Diese erdrutschartige Abwärtsbewegung vermessen mit einem Fibonacci-Retracement macht das deutlich. Hier konnte der Kurs bislang nur knapp über das 23,60%-Korrekturniveau klettern. Da ist also noch deutliches Steigerungspotenzial möglich. Beliebte Fibonacci-Retracements wären das 38,20%-Korrekturniveau bei 77,87 US-Dollar, sowie das 50%-Retracement bei 86,64 US-Dollar. Selbst mit Erreichen des 61,80%-Retracements bei 95,41 US-Dollar sollte jederzeit die Möglichkeit einer Rückkehr in den charttechnisch übergeordneten Abwärtstrend gerechnet werden.

2. Die Aufwärtsbewegung seit Mitte Januar 2015 verläuft in einem sehr schönen, bislang kurzfristigen, Aufwärtstrendkanal. Zwei markante Anlaufpunkte auf der Ober- wie auch Unterseite prägen diesen Kanal. Dabei ist allerdings zu beachten, dass der Steigungswinkel kein Anzeichen für einen starken Aufwärtsimpuls ist. Dennoch können sich die Bullen berechtigte Hoffnung auf eine charttechnische Bodenbildung machen. Sollte Brent Crude Oil allerdings aus diesem Aufwärtstrendkanal nach unten herausfallen (derzeit bei rund 60 US-Dollar), müssten wir von einer Fortsetzung des Abwärtstrends ausgehen. Das nächste Ziel auf der Unterseite dann zunächst das Jahrestief bei 49,49 US-Dollar, bevor auch das Finanzkrisentief aus dem Jahr 2009 bei 35,65 US-Dollar mittel- bis langfristig wieder auf der Agenda stehen könnte.

Wir achten also in den zukünftigen Wochen zunächst auf den kurzfristigen Abwärtstrendkanal sowie die Fibonacci-Retracements und bewerten die charttechnische Situation neu, sobald genannte Marken über- oder unterboten werden.

Allzeit viel Erfolg mit Ihren Investments,

Ihr Chart-Factory-Team

 

 

 

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