Anlagepsychologie

Jeder Anleger der schon einmal eine Aktie gekauft hat weiß, dass ihm während der Haltedauer dieser Aktie viele Gedanken durch den Kopf gehen, die ihn in seinem handeln beeinflussen können. Befindet sich der Wert weit in der Gewinnzone kommt die Frage auf, ob ein Ausstieg nicht besser wäre. Rauscht der Kurs in den Keller tritt Verunsicherung hervor und es wird überlegt „aussteigen oder aussitzen“.

Der Anleger wird sich dabei ertappen die Aktie jeden Tag mehrmals zu beobachten, obwohl er anfangs vielleicht vor hatte, den Wert mehrere Jahre zu halten. Und mit jedem nachschauen auf den Kurs besteht die Gefahr, dass er seinen geplanten Weg verlässt und zu früh oder zu spät aus der Position geht. Die Objektivität wird beeinflusst und kann in solch einem Moment verloren gehen. Führt dies zur Disziplinlosigkeit, kann die Folge daraus sein, dass eine an und für sich gute Anlagestrategie zunichte gemacht wird. Es gilt den Punkt der Psyche in keiner Weise zu unterschätzen und sich immer wieder zu hinterfragen „Bin ich noch auf meinem Weg?“.