Allgemein: Gyros für Ihr Depot?!

Hallo liebe Investoren,

„Griechenland ist gerettet…ach nee, doch nicht!“ Diese Schlagzeilen haben Sie in den vergangenen Tagen wohl kaum überlesen können. Bis einschließlich gestern Abend war die Pleite Griechenlands zum Ende diesen Monats unausweichlich. Und jetzt? Jetzt scheint wieder alles gerettet zu sein! Wahnsinn, oder? Es ist ein ständiges hin und her. Und genau das ist derzeit auch bei den Indizes sowie bei Einzeltiteln zu erkennen. Aber egal wie es weiter geht, Sie sollten auf jeden Fall zwei Dinge im Hinterkopf behalten:

  1. Politische Börsen haben kurze Beine: Man denke hier nur an 9/11. Ein kurzes Erdbeben an den Börsen war die Folge. Aber die eigentlichen Effekte vom „9/11-Crash“ waren keine zwei Wochen an den Börsen zu spüren.
  2. Auch diese Krise wird irgendwann vorbei sein, und es wird eine “Rettung” geben. Ganz gleich wie diese aussieht, ob Grexit oder nicht. Spätestens wenn eine Lösung gefunden wurde, werden sich die Märkte wieder beruhigen und die Einzeltitel wie auch Indizes werden erneut eine klare Richtung vorgeben. Sowie nach jeder Regenphase wieder die Sonne scheint, so ist das eben auch mit der Börse.

Sicher fragen Sie sich jetzt ob es einen langfristigen Indikator gibt, der die Nachhaltigkeit von akuten Problemen misst. Also ob es „irgendetwas“ gibt, was die Angst der Anleger misst – quasi ob noch Vertrauen am Markt herrscht oder nicht. Und ja, so ein „Angstbarometer“ gibt es, dazu gleich mehr. Dieses sprang 2001 an, als die Dotcom-Blase platzte, und es sprang auch 2008 an, als die Immobilienblase in den USA eine Reihe von negativen Kettenreaktionen am Markt auslöste. Und aus rein ökonomischer Sicht ist die aktuelle Griechenland-Krise ein Klacks dagegen. Die Börsen sind zwar nervös, aber ein Crash oder eine akute Gefahr sieht definitiv anders aus.

Doch wie kommen wir zu dieser Einschätzung? Ganz einfach, das messbare Angstbarometer hat einen Namen: Gold! Denn verschwindet das Vertrauen in eine Währung oder in eine Volkswirtschaft (wie zum Beispiel als 2008 die Finanzkrise ihren Lauf nahm), dann springt dieses Angstbarometer an. Investoren wollen ihr Geld schützen, und das wird eben häufig in Form von (physischem) Gold getan.

Kurz zum Chart:

Ounce Gold USD

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Klar zu erkennen: Der seit Monaten (das reicht an und für sich sogar bis zum 2011er-Hoch bei fast 2.000 USD zurück) intakte Abwärtstrend im gelben Edelmetall ist immer noch das Maß aller Dinge. Auch der GD200 (200-Tage-Linie) liegt deutlich über dem aktuellem Kursniveau. Wie könnte das alles nun interpretiert werden?

  1. Wenn eine akute Crash-Gefahr vorliegen würde, dann dürfte der Wert des Euros weiter sinken und sich die Abwertung sogar noch beschleunigen.
  2. In Europa wären dann alternative Geldanlagen gefragt. Hiervon sollte der Goldkurs profitieren. Panikkäufe könnten die Folge sein, begleitet von starken Anstiegen der Notierungen.

Beides ist derzeit jedoch nicht der Fall – Gold notiert nach wie vor nahe seiner Mehrjahrestiefs.

Fazit: Auch wenn die Volatilität in den nächsten Tagen weiterhin recht hoch bleiben dürfte, sind die Kurse nach unten zunächst abgesichert. Weiterhin ist auch noch keine akute Crash-Gefahr erkennbar.

Allzeit viel Erfolg mit Ihren Investments,

Ihr Chart-Factory-Team

 

 

 

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